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Das Demeter-Gut Wulfsdorf seit mehr als 20 Jahren

Am 1. Juli 1989 verpachtet die Freie und Hansestadt-Hamburg das Gut an den Landwirt Georg Lutz. Grundlage für diese Verpachtung war ein Beschluss der Hamburger Bürgerschaft zwei Ihrer Stadtgüter – das Gut Wulfsdorf und das Gut Wulksfelde als Ökobetriebe zu verpachten.

Von Seiten der Stadt wurden die Güter dazu dem Verwaltungsvermögen der Umweltbehörde mit Herrn Kuhbier als Umweltsenator übertragen. Für die Entwicklung und Wahrnehmung der ökologischen Landwirtschaft im Nordosten von Hamburg wurde damit ein wichtiger Impuls gegeben.

Für das Gut Wulfsdorf mit seiner besonderen Lage, unmittelbar am Hamburger Stadtrand wurde von uns ein Konzept entwickelt, das landwirtschaftlich auf große Vielseitigkeit setzt, wirtschaftlich auf intensive Direktvermarktung, sowie ideell auf die Schaffung eines Ortes der Begegnung zwischen Stadt und Land.

Heute können wir sagen: Dieses Konzept haben wir umgesetzt und es hat den Betrieb geprägt und vorangebracht. Seit dem Jahr der Übernahme hat sich der Hof und teilweise auch die Umgebung grundlegend verändert und verwandelt.

Neben einer sehr erfolgreichen Betriebsentwicklung konnten wir durch die Unterstützung von Unternehmensgründungen im Bereich Verarbeitung und Vermarktung, durch unsere Beteiligung an der Gründung des ökosozialen Dorfprojektes Allmende-Wulfsdorf, durch die Einrichtung einer Ökologischen Saatgutzüchtungsstation und durch unsere Umweltschutz- und Umweltbildungsarbeit eine Revitalisierung des gesamten Standortes bewirken.

Am Beispiel der Entwicklung vom Gut Wulfsdorf lässt sich ablesen, dass Wirtschaftlichkeit in der ökologischen Bewirtschaftung und die Verfolgung ideeller Ziele nicht im Widerspruch stehen.

Die folgende Zeitleiste zeigt, dass viele Schritte und geduldiges Verfolgen der Ziele zu diesem Ergebnis geführt haben.

Die Entwicklung seit 1989 - eine kurze Übersicht:

1989 Mit der Übernahme des Betriebes wird der Hofladen Gut Wulfsdorf eröffnet und organisatorisch im Zusammenhang mit dem Gut Wulfsdorf geführt.
1991 Die Haltung von Milchkühen wird wieder aufgenommen. Der Kuhstall wird zum Boxen-Laufstall umgebaut.
1995 Im Zusammenhang mit der Entstehung von Ökomärkten in Hamburg wird ein Gemüse-Marktgeschäft aufgebaut und als Wirtschaftseinheit mit dem Hofladen geführt.
1996 Aus einer Praktikumserfahrung auf dem Gut Wulfsdorf heraus, gründet der Diplomkaufmann Johannes Hets die Grüne Kiste, einen Abokistenvertrieb, der schwerpunktmäßig Gemüse und Milchprodukte vom Gut Wulfsdorf vertreibt.
1998 Die Hofbäckerei Gut Wulfsdorf wird von Familie Wittmaack gegründet und mietet sich in einem zur Bäckerei umgebauten Hofgebäude ein. 2003 wird die Zusammenarbeit beendet. Die Bäckerei siedelt nach Bargteheide über.
1999 Ausbau einer Mitarbeiterwohnung, Bau von Gewächshäusern für Gemüse
2002 Zusammen mit dem Bau eines neuen Hofladens wird auch eine Metzgerei gebaut. Diese wird von Familie Dreymann angemietet, die im Hofladen eine Frischfleisch- und Wursttheke im shop-in-shop-System betreiben und mit ihren Verkaufsfahrzeugen Märkte in Hamburg anfahren.
2002 Inbetriebnahme einer 200-kW Holzhackschnitzel-Heizanlage, die alle Verbrauchsstellen auf dem Hofgelände mit Warmwasser und Heizung versorgt.
2003 Durch die Neubaumaßnahmen ist ein neuer Platz entstanden, der gemeinsam künstlerisch mit Planetensteinen gestaltet wurde: unser Steinkreis.
2004 Gemeinsam mit 60 weiteren Parteien kauft der Hof das gegenüberliegende Gelände und gründet das Wohnprojekt Allmende-Wulfsdorf. Hier kann mit Förderung der Mercator-Stiftung eine Ökologische Saatgutzüchtungsstation eingerichtet werden, die Flächen des Gutes nutzt.
2006 Eine zweite Markttour wird eingerichtet, so dass mehr Märkte bedient werden können. Es kommen die beiden Traditionswochenmärkte „Volksdorf“ und „Isemarkt“ mit je zwei Markttagen dazu.
2007 Gut Wulfsdorf erhält den 3. Platz beim bundesweit ausgeschriebenen Förderpreis ökologischer Landbau
Auf dem neu gedeckten Dach des Tiefstalls wird eine Photovoltaik-Anlage mit 33 kW installiert. Weiterer Ausbau von Wohnraum
Für die Schweinehaltung werden artgerechte Ställe mit Auslauf gebaut.
2008 Reinhold Hollerbach kommt mit Familie auf den Hof und nimmt die Bäckerei wieder in Betrieb. Hier wird jetzt Demeter-Holzofenbrot gebacken.
2009 Gut Wulfsdorf wird Demonstrationsbetrieb ökologischer Landbau
2011 Bau einer Maschinen- und Lagerhalle mit gekühlten Lagerräumen für Gemüse, die auch als Packstation für die Gemüsevermarktung dient.
2012 Umzug der Keramikwerkstatt Birgit Best mit angeschlossenem Verkaufsraum in eine alte Treckerwerkstatt auf unserem Gut.
altes schild
erster Hofladen
1989 eröffneten wir unseren ersten Hofladen in einer umgebauten Treckergarage.
alterhofladen
alter hofladen
Förderpreis Ökologischer Landbau
Den 3. Preis bekam 2007 das Gut Wulfsdorf
für sein Gesamtkonzept und die Vernetzung mit den benachbarten Einrichtungen.
Förderpreisverleihung 2007
Bild oben:
Verleihung Förderpreis ökologischer Landbau 2007 in Berlin