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Gemüse des Monats

Dezember: Rotkohl

Rotkohl ist das klassische Wintergemüse zum Festtagsbraten, mit verschiedenen Gewürzen lässt sich dabei die Geschmacks-richtung variieren.

Für die klassische Zubereitung wird beim Kochen eine mit Nelken gespickte Zwiebel mitgegart, reichlich Äpfel und je ein Schuss Rotwein und Essig. Da es sehr viel Arbeit ist, empfiehlt es sich, gleich eine große Menge zu kochen und davon einige Portionen einzufrieren.

Besonders raffiniert schmeckt eine indische Variante des geschmorten Rotkohls mit Trockenpflaumen, Rosinen und indischen Gewürzen (Sternanis, Zimt, Kardamom und Bockshornklee).

Rotkohl schmeckt auch süß-aromatisch als Rohkostsalat, dem man am besten einige Fruchtstückchen hinzufügt, das können Äpfel, Orangen oder sogar Mangos sein.

Samenfeste Gemüsesorten auf Gut Wulfsdorf

Wir bauen seit vielen Jahren samenfeste Gemüsesorten an. Das ist auch im Bioanbau überhaupt nicht selbstverständlich, denn samenfeste Sorten bedeuten einen erhöhten Aufwand und ein größeres Risiko. Daher werden auch im Bioanbau überwiegend Hybridsorten eingesetzt.

Es bestehen vielfältige Herausforderungen: samenfeste Sorten sind generell nicht so einheitlich. Die optischen Sorteneigenschaften sind schwer erreichbar. Der Ertrag ist kurz- und mittelfristig schwer zu kalkulieren. In der Vermarktung ist der Aufwand erheblich höher.
Wir setzen jedoch sowohl auf alte, samenfeste Sorten als auch auf biologische oder biodynamische Neuzüchtungen, die besonders gut an die Bedingungen im Bioanbau angepasst sind.

Einige Sorten werden direkt in Wulfsdorf gezüchtet. Christina Henatsch entwickelt mit einem kleinen Team für den Verein Kultursaat e.V. samenfeste Gemüsesorten, darunter Möhren, Porree und auch Rotkohl.
In Bearbeitung ist eine Weiterentwicklung der Sorte Autoro. Die Ziele der Züchtung sind guter Geschmack sowie gute Lagerfähigkeit, ein feines Blatt und eine gute Kopfdichte. Außerdem soll der Strunk nicht so hoch sein. Die hybride Ausgangssorte wird mit verschiedenen biodynamischen Maßnahmen behandelt, um sie auf ihre natürliche Art zurückzuführen.
Wenn die Sorte ausgereift ist, kann sie bei Bundessortenamt angemeldet werden und dann auch als bioverita-Sorte anerkannt werden.

Der Verein bioverita setzt sich seit zehn Jahren für die biologische Züchtung von Gemüse-, Getreide- und Obstsorten ein. bioverita kooperiert mit biologischen Züchtern in Europa, zertifiziert die Züchter und ihre Züchtungsmethoden sowie neu gezüchtete Sorten. Darüber hinaus setzt er sich für die Bekanntmachung der Bio-Züchtung ein und kümmert sich darum, dass die neuen Sorten in den Anbau und die Vermarktung kommen.

Die Gärtnerei Gut Wulfsdorf ist seit September in einem Pilotprojekt Marktpartner von bioverita. Das bedeutet, dass wir aktiv die samenfesten bioverita-Sorten vermarkten. Der Endverbraucher erkennt diese Sorten am bioverita-Logo, das als Qualitäts-Label fungiert und sich an unseren Preisschildern befindet. So möchten wir dazu beitragen, die biologisch gezüchteten Sorten bekannter zu machen. Bio beginnt nämlich nicht erst beim Anbau, sondern bereits bei der Saatgutzüchtung.

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