Imkerei
Bienen Wabe

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Hamburger Hanse Honig wird „Demeter-Imkerei“

An verschiedenen Stellen auf Gut Wulfsdorf hat die Imkerin Dorothea Bogs ihre Bienen stehen und verarbeitet seit 2012 in einem Container neben dem Gemüselager den Honig. Eine Auswahl der Wulfsdorfer Honigernte wird im Hofladen oder am Marktwagen verkauft.

2017 wurde die Bienenhaltung von Bioland auf Demeter umgestellt. Die wesensgemäße Bienenhaltung nach Demeter-Kriterien unterscheidet sich in vielen Feinheiten von der Bioland-Imkerei. Der Wunsch nach hoher Qualität findet strengere Berücksichtigung. So ist z.B. der Naturwabenbau obligatorisch.

Der Bienenstandort von Dorothea Bogs inmitten unserer ökologisch bewirtschafteten Felder hat den Vorteil, dass nicht nur die Imkerei nach den strengen Richtlinien betrieben wird, sondern auch die Bienenweide ökologisch ist. Gleichzeitig ergibt sich für unsere Landwirtschaft eine positive Wechselwirkung mit der Imkerei: die Bienen sammeln Honig und bestäuben gleichzeitig die Kulturpflanzen. Davon profitiert u.a. unser Gemüseanbau.

Gut Wulfsdorf ist ein günstiger Standort für die Bienenhaltung, denn eine interessante Pflanzenmischung ergibt einen Honig mit Pollen von über 20 verschiedenen Pflanzen: neben Linde, Weißklee und Edelkastanie sind das z.B. Laucharten, Vergissmeinnicht, Kiefern, Johanniskraut, Raps, Schafgarbe, Liliengewächse oder Astern – lecker!

Dorothea Bogs führt ein Gespräch mit den Bienen über die Umstellung von Bioland auf Demeter-Imkerei

 

     Was ändert sich denn nun für uns? fragen die Bienen.
Obwohl ihr eigentlich wild seid und perfekt die letzten Millionen Jahre überlebt habt, konntet ihr euch nicht so schnell ändern, wie der Mensch die Erde verändert hat. Daher müssen wir zusammen ein gutes Bündnis eingehen, indem wir uns gegenseitig anerkennen.
Auf eure Behausungen lege ich ein besonderes Augenmerk. Sie sollen euren natürlichen Höhlen möglichst ähnlich sein und eurem dynamischen Wesen gute Entwicklungsmöglichkeiten bieten.
Ich kann es nicht ertragen, dass ihr auf die wildesten Arten mit Chemie gegen einen Parasiten behandelt werdet. Ich will immer wieder neue Wege gehen, bis sich flächendeckende Erfolge erzielen lassen, um der Varroamilbe und den damit einhergehenden Viruserkrankungen Einhalt zu gebieten.
Ich möchte euch wieder etwas mehr sein lassen, so wie ihr seid: Faszinierende wabenbauende Wesen, die zusammenarbeiten wie kein anderes Wesen und unterstützen, dass ihr das Prächtigste wiedererlangt, die natürliche Geburt eurer Selbst. Allerdings geht es aus Rücksichtnahme auf die Nachbarn nicht überall, wenn ihr schwärmt wie früher!

     … und du meinst, dass wir das alles noch können nach all den Jahren?
Grundsätzlich ja, doch werde ich beobachtend und lenkend mein Wissen einsetzen. Lernen kann jeder, das ist das Wichtigste überhaupt! Auch Imker lernen.

     Das größte Problem sind zu wenig Blüten und Nektar. Seit Jahren müssen wir mitten im Sommer hungern. Wird sich das auch ändern?
Das ist ein größeres Problem, aber viele wissen darüber inzwischen Bescheid. Grundsätzlich ist euer Überleben auch unser Überleben. Insofern habe ich noch Hoffnung. Zumindest versuche ich, für euch gute Plätze zu finden, selten, dass ihr von mir zu mehreren Wanderungen gezwungen werdet.

     Doch dafür brauchen wir noch mehr Menschen, die das anerkennen und verändern.