Biodiversität fördern
Blühstreifen

Gemeinsam Biodiversität fördern

Lausche mein Herz auf das Flüstern der Welt, mit dem sie um Deine Liebe wirbt …
Tagore

Die Vielfalt des Lebens auf der Erde zu bewahren, ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Im ländlichen Raum kommt der Landwirtschaft hierbei eine zentrale Rolle zu. Intensive landwirtschaftliche Bewirtschaftung gefährdet die Artenvielfalt. Gleichzeitig kann die Landwirtschaft durch die Art der Bewirtschaftung einen Beitrag zum Erhalt bzw. der Steigerung der Artenvielfalt leisten.

Durch die langfristige biologisch-dynamische Bewirtschaftung auf dem Gut Wulfsdorf wird die Artenvielfalt deutlich stärker gefördert als bei einer konventionellen Wirtschaftsweise.

Der konsequente Verzicht auf u.a. Insektizide, Herbizide und chemisch-synthetische Düngemittel schützt das Grundwasser, Wildpflanzen, Insekten und andere Wildtiere.

Seit Übernahme des Hofes 1989 wurden Maßnahmen zur Verbesserung der Artenvielfalt ergriffen. Hier sind insbesondere die Anlage von Knicks, Feuchtbiotopen und Hecken zu nennen.

Leider erleben wir seit vielen Jahren länderübergreifend, dass sich trotz aller Naturschutzbemühungen der Artenschwund fortsetzt. Deshalb haben wir uns 2019 entschieden, noch mehr zu tun. Schon über mehrere Jahre hatten wir Blühstreifen angelegt und wurden dabei jeweils mit Saatgut vom Projekt „Bienenblütenreich“ unterstützt. Mit finanzieller Unterstützung aus dem Kundenumfeld legen wir jetzt in wesentlich größerem Umfang Blühstreifen an und lassen Kleegrasstreifen ungemäht stehen.

Unser Ziel ist, das Gut Wulfsdorf in seiner Biotop-Qualität zu verbessern. Grundlage hierbei ist das Konzept "Landwirtschaft für Artenvielfalt", das einen Katalog von Maßnahmen im Acker- und Grünland sowie Sondermaßnahmen beinhaltet. Vor diesem Hintergrund wurde das Gut Wulfsdorf im November 2019 zertifiziert und weitere Schritte für die Folgejahre aufgezeigt. Die mit finanzieller Unterstützung von Kunden und Freunden des Hofs durchgeführten Maßnahmen gaben dabei den Ausschlag, dass wir ein sehr gutes Ranking bei der Zertifizierung erreichen konnten. Aber hier wollen wir nicht stehenbleiben, sondern in den kommenden Jahren jeweils weitere Maßnahmen ergreifen.

Wir danken allen Unterstützer*innen der letzten Jahre und freuen uns darauf, auch in diesem Jahr mit Ihrer Hilfe Gutes für die Natur zu tun!

Unsere geplanten Biodiversitätsmaßnahmen 2021

Wie in den beiden vergangenen Jahren haben wir uns vorgenommen, auf unseren Flächen mit verschiedenen Maßnahmen die Artenvielfalt zu fördern:

  • Anlage von 70.000 m² Blühflächen
  • 23.000 m² Kleegrasstreifen bei der Mahd stehenlassen als Rückzugsstreifen für Insekten und Wildtiere
  • 165.000 m² Anbau extensiver Getreidesorten
  • 3.000 m² Getreide nicht ernten und als Winterfutter stehenlassen
  • 30.000 m² der Heuwiesen beim ersten Schnitt stehenlassen und erst Mitte August mähen
  • 10 Lesestein-und Totholzhaufen zur Förderung von Eidechsen und Kröten anlegen
  • 70 Obstbäume alter Sorten pflanzen (Kirsche, Birne, Walnuss)
  • 600 m Baumreihe pflanzen als Agroforst
  • auf 5.000 m²  Getreidefläche Stoppelbearbeitung erst nach dem 10. September, damit seltene Ackerwildkräuter die Samenbildung abschließen können
  • 4.000 m² überjährig ungemähte Kleegrasstreifen am Schlagrand stehenlassen
  • Planungsarbeiten für die abschnittsweise Renaturierung bestehender Tümpel

Die Kosten für diese Maßnahmen belaufen sich auf ca. 30.000 €. Der Aufwand für die Blühflächen ist dabei mit ca. 14.000 € der größte Posten.

Mit einer Überweisung unter dem Stichwort „Biodiversität 2021“ auf dieses Konto können Sie sich beteiligen:

DE66 4306 0967 0026 5818 01
Kontoinhaber Georg Lutz

Für 10 € können 25 m² Blühfläche angelegt werden. Wir werden den gleichen Betrag drauflegen und je 10 € eine Blühfläche von 50 m² anlegen. Sollten wir Zuwendungen erhalten, die über den Betrag hinausgehen, den wir für diese Maßnahme benötigen, fließen diese in die übrigen Maßnahmen.

Außerdem können Sie uns ganz einfach bei Ihrem Einkauf im Hofladen unterstützen. Mit unserer "Karte für die Artenvielfalt" fließen 2 % des Umsatzes in die Finanzierung der Projekte zur Förderung der Biodiversität.